Wer sind wir?

Die Gemeinde Christi versammelte sich seit 1998 in Luzern. Seit 1. April 2017 befindet sie sich an der Obergrundstrasse 44 und besteht gegenwärtig aus rund einem Duzend Mitgliedern.

Was uns verbindet, ist der Glaube, dass Gott durch die Bibel zu allen Menschen spricht. Er hat uns in seine Gemeinschaft gerufen. Deswegen wollen wir ein Leben führen, das Gott ehrt.

Unsere wöchentlichen Gottesdienste und Bibelstunden stärken unsere Gemeinschaft und helfen uns, sein Wort besser zu verstehen und im Glauben an Jesus Christus zu wachsen.

Suchst du Gemeinschaft mit Menschen, die na Gott glauben und für einander da sind? Gerne laden wir dich ein, uns näher kennen zu lernen.

Die entscheidende Frage ist, wie sich Gott uns Menschen offenbart. Begegnet Gott jedem einzelnen von uns in übernatürlichen Erscheinungen? Oder existiert er gar nicht und kann sich deshalb auch nicht mitteilen? Ist Gott ein Wesen, das hört und redet oder eine unfassbare Kraft, die auf unbekannte Weise angebetet werden will?

Die Bibel spricht von einem unsichtbaren Gott, den keiner der Menschen je gesehen hat (1Tim 1,17 + 6,16). Trotzdem lässt er sich aber erkennen, denn seine Göttlichkeit und seine ewige Kraft sind an seiner Schöpfung sichtbar (Röm 1,20). Nur schon wenn wir einen Blick in die unbeschreibliche Schönheit und Vielfalt der Natur werfen, müssen wir bekennen, dass jemand da ist, der grösser ist als wir, der dies alles mit viel Liebe geschaffen hat.

Doch die Bibel bleibt nicht bei diesem Punkt stehen. Sie berichtet von einem Gott, der sich um die Menschen kümmert, obwohl sie ihn immer wieder ablehnen. Die Geschichte mit seinem Volk Israel, das er sich ausgesucht hat, um es zu segnen, gipfelt darin, dass sie den verheissenen König, auf den sie Jahrhunderte lang gewartet hatten und der sich durch aussergewöhnliche Wunder ausgewiesen hatte, am Kreuz wie einer der schlimmsten Verbrecher hinrichten liessen.

Die Bibel berichtet weiter, dass dieser verheissene König, Jesus, nicht tot blieb, sondern am dritten Tag auferstand. Als er seinen wenigen Anhängern erschien, konnten diese es gar nicht fassen. Einer von ihnen, Thomas meinte: Wenn ich nicht in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege, so werde ich nicht glauben (Joh 20,25). Doch als Jesus auch ihm erschien, forderte er ihn ausdrücklich auf, seine Finger in seine Wundmale zu legen, damit er die Auferstehung wirklich glauben konnte (Joh 20,27).

Mit der Zeit verstanden seine Anhänger, die Apostel, dass diese Kreuzigung nicht eine Panne im Plan Gottes war. Erst durch diese Kreuzigung, durch den Opfertod Jesu wurde es für sie möglich, in die Gemeinschaft mit dem heiligen Gott zu treten. Sie erkannten, dass diese Gemeinschaft nicht nur ihnen vorenthalten war, sondern allen offen steht, die dieser Botschaft glauben. Gott lädt alle Menschen ein, ihr Leben zu ändern und ihm den ersten Platz einzuräumen. Er will, dass sie zu ihren Fehlern stehen umkehren und sich zur Vergebung der Sünden auf den Namen Jesu taufen lassen .

Die Bibel fährt weiter, wie die Apostel mit viel Eifer trotz Widerstand diese Botschaft verkündeten. Viele liessen sich von dieser Botschaft überzeugen und wurden mit grosser Freude Christen.

Auch wir liessen uns von dieser Botschaft überzeugen und sind Gott für seine Gnade dankbar.

Wir laden dich ein, diese Botschaft zu hören und dein Herz für die Worte Gottes zu öffnen.

Unsere Zeit ist gekennzeichnet von einer immensen Anzahl von Ideen, Philosophien, Religionen und Lebensvorstellungen. Wie können wir herausfinden, was uns hilft und was uns schadet?
Die Bibel fordert uns auf: Prüfet alles, und behaltet das Gute (1Thess 5,21). Diese Aufgabe kann dir niemand abnehmen. Darum möchten wir dich ermutigen, sie selbst wahrzunehmen! Damit du die Möglichkeit hast, uns besser kennen zu lernen, wollen wir nicht nur sagen, wer wir sind, sondern auch, was wir nicht sind:

  • Wir halten den Wert der Eigenverantwortung der Gemeinde vor ihrem Herrn, Jesus Christus hoch. Darum gehören wir keinem regionalen, nationalen oder internationalen Organisation oder Verband an.
  • Wir sind keiner landes- oder gar weltweiten Zentrale angeschlossen, verstehen uns aber dennoch als ein Teil der weltweiten Gemeinde Christi, die durch ihr Haupt, Jesus Christus untereinander verbunden ist und suchen die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit Geschwistern ausserhalb unserer örtlichen Gemeinde.
  • Die Mitgliedschaft ist freiwillig und stützt sich auf den Glauben jedes einzelnen.
  • Wir kennen weder eine Kirchensteuer noch festgesetzte Mitgliederbeiträge und werden auch nicht durch öffentliche Gelder unterstützt. Unsere finanziellen Bedürfnisse werden durch freiwillige Spenden gedeckt.
  • Wir möchten unseren Glauben nicht von Menschen abhängig machen, sondern uns gegenseitig unterstützen, das Wort Gottes, die Bibel, zu verstehen und in unserem täglichen Leben anzuwenden.

In Apg 17,22 werden uns die Athener der Antike als sehr neugierige Menschen vorgestellt, die immer nur Neues hören und sagen wollten. Zusätzlich fiel Paulus auf, wie diese Stadt eine unübertreffliche Fülle an Tempeln, Statuen und Heiligtümern beheimatete. Sogar dem unbekannten Gott stand ein Altar zur Verfügung. Waren diese Athener vorsichtiger als wir? Lieber einen Gott zu viel als einen zu wenig? Und wir: lieber keinen Gott als einen von dem man nicht wissenschaftlich nachweisen kann, dass er existiert.

Diesen unbekannten Gott greift Paulus in seiner Verteidigungsrede auf und stellt ihn als den Gott vor, der Himmel und Erde erschaffen hat. Für Paulus ist es keine Frage: Diese Welt ist von Gott geschaffen worden, zu gewaltig ist ihr Zeugnis, zu überwältigend ihre Fülle, zu faszinierend ihre Schönheit (Ps 19,2-7; Röm 1,20).

Dieser Gott, der allem Leben seinen Odem einhaucht, ist nicht ein Gott, der von uns Menschen abhängig ist und sich unseren Vorstellungen fügt, weder damals als dies durch die Vielzahl der Götterbilder und Statuen zum Ausdruck kam, noch heute wo sich jeder seine Religion nach eigenem Gutdünken zusammenstellt. Nein, wir glauben an Gott, weil er so ist, wie er ist, unabhängig davon was wir Menschen von ihm halten (Apg 7,24-25).

Dieser Gott will aber nicht unbekannt bleiben, sondern er will, dass wir ihn suchen und finden (Apg 7,29-30). Er fordert uns auf, umzukehren und unser Denken zu ändern: von der Unsicherheit zur Erkenntnis Gottes, vom eigenen Stolz zur Ehre des Schöpfers, von der eigenen wagen Vorstellung über Gott zur wahren Anbetung, von äusserlichen Ritualen zum Gottesdienst des Herzens.

Dieser Gott ist nicht untätig, er ist nicht ein Gott, der einmal alles in Gang gesetzt hat und jetzt nur noch zuschaut. Konsequent verfolgt er seinen Plan, uns Menschen zu retten vom ersten bis zum letzen Tag, bis dann wenn alles ans Licht kommen wird, nicht nur die grossen Ungerechtigkeiten, auch die kleinen, deine und meine. Wir glauben an Gott, weil wir ihn finden durften, weil wir nicht vor ihm Angst haben müssen, sondern auf sein gerechtes Gericht hoffen dürfen (Apg 17,31).

Woher haben wir diese Zuversicht? Von der Tatsache, dass der Sohn Gottes, Jesus Christus nicht nur als Gerechter für uns gestorben ist, sondern am dritten Tag auferstanden ist und heute lebt.

Ist das nicht gewaltig?

Warum kommt ein römischer Hauptmann, dem es an nichts mangelt, der auf nichts verzichten muss und eine ansehnliche Karriere vorweisen kann, auf die Idee, regelmässig zum jüdischen Gott zu beten? Hat er etwas verstanden, das wir beiseite schieben? Ist es für ihn selbstverständlich, dass diese Welt von einem Gott geschaffen worden ist, dem dafür die Ehre gebührt? Ist er sich bewusst, dass er trotz guter Stellung und erfolgreicher Kariere schwach ist und Hilfe braucht? (Apg, 10,1-2)

Was bewirken solche Gebete bei Gott? «Deine Gebet und deine Almosen sind aufgestiegen zum Gedächtnis vor Gott», gibt ihm der Engel zur Antwort (Apg 10,4).

Ja, Gott hört auch unsere Gebete. Er will, dass wir in eine enge Gemeinschaft mit ihm gelangen. Jesus ermutigt uns zu bitten und zu suchen (Lk 11,9). Dabei zeigt er uns, wie nah uns Gott sein möchte. Er vergleicht Gott nicht mit einem Kaiser, der im fernen Rom residiert, sondern mit einem Vater, der sich um seine Kinder kümmert, der ihnen weit mehr geben will, als sie zu bitten wagen (Lk 11,11-13).

Dieser Vater kennt uns gut. Er sieht in unser Innerstes, auch in die Bereiche, die anderen Menschen verborgen bleiben. Wir müssen Gott nichts vorspielen. Es ist kein Vorstellungs- oder Verkaufsgespräch, das wir bei Gott führen, bei dem wir uns nur von der besten Seite zeigen dürfen und jedes einzelne Wort mehrfach überlegen müssen, bevor wir es sagen. Nein, wir dürfen ihm sagen, was uns beschäftigt, was uns stört, was uns ärgert, was uns bekümmert und auch was uns freut. (Mt 6,5-6, Lk 17,10-17). Selbst Jesus tat dies mit der notwendigen Ehrfurcht (Mk 14,36).

Wir ärgern uns oft über vieles in dieser Welt, über die Politik, über den Chef, über unsere Nachbarn und sogar über die eigene Familie. Doch mit diesem Ärger bewegen wir nichts. Wenn wir aber für diese Menschen zu Gott beten, bewirken wir viel mehr, als wir uns vorstellen können. Paulus ermutigt in 1Tim 2,1-2 dies als erstes tun.

Wenn wir als Christen im Namen Jesu zum himmlischen Vater beten, hört uns Gott, als wären die Gebete von seinem geliebten Sohn selbst (Joh 16,26-27). Auch über unsere Sprache müssen wir uns keine Sorgen machen. Der Heilige Geist ist es, der unsere unbeholfenen Worte in eine für den erhabenen Gott gebührende Sprache übersetzt (Röm 8,26).

Ist das nicht grossartig?

Als Jesus nach seiner Taufe in seiner Heimatstadt Nazareth anfing zu predigen, löste es zwar Verwunderung aus, seine Zuhörer fragten sich aber: Ist das nicht der Sohn Josefs. Es kann doch nicht sein, dass er als einer von uns etwas Besonderes ist. Haben wir ihn nicht schon als kleines Kind gekannt und sind mit ihm auf der Strasse herumgerannt? Als Jesus diese Gedanken hörte, doppelte er gleich nach: Kein Prophet ist in seiner Vaterstadt angenehm. Mit zwei weiteren Beispielen aus dem Alten Testament forderte er seine Zuhörer derart heraus, dass sie ihn gleich einen nahe gelegenen Abhang hinunterstürzen wollten (Lk 4,14-30).

Wie denken wir heute über Jesus? Fordert er auch uns heraus? Da wir ihn nicht sichtbar vor uns haben, können wir ihm besser ausweichen, als seine Zeitgenossen damals. Sind auch wir der Meinung, dass er nichts Besonderes ist? Vielleicht ein guter Lehrer, ein weiser Mann, wenn er überhaupt gelebt hat?

Als Jesus ein Lahmer vor seine Füsse gelegt wurde, beschränkte er sich nicht darauf, ihn zu heilen, sondern sagte ihm: Deine Sünden sind dir vergeben. Während wir uns Gedanken machen, ob es so etwas wie Sünde überhaupt gibt, war das für die religiösen Führer zu jener Zeit keine Frage. Doch sie störten sich daran, dass Jesus als Mensch, sich anmasste, jemandem die Sünden zu vergeben. Steht das nicht nur Gott zu? Er kann doch unmöglich Gott ebenbürtig sein! Aber Jesus verknüpfte die Fähigkeit, Sünden zu vergeben, mit der Fähigkeit, einen Lahmen gesund zu machen. Das Erste kann jeder behaupten, aber niemand überprüfen, das Zweite kann niemand tun, aber jeder überprüfen. Jesus zögerte nicht, sondern liess den Mann aufstehen und gleich sein Bett tragen (Lk 5,21-26). Es waren nicht seine Reden allein auch nicht seine Wunder allein, die die Menschen herausforderten, sondern die Tatsache, dass Jesus seine Reden mit seinen Wundern verband. Wir glauben nicht nur an die Worte Jesus, sondern auch an seine Wunder und damit an seine Macht!

Etwas später fragte Jesus seine Begleiter: Was denken die Menschen, wer ich bin? Johannes der Täufer, Elia, einer der alten Prophet erhielt er zur Antwort. Dann fragte er sie selbst: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus musste nicht lange überlegen: Der Christus Gottes! Wie auch immer die anderen Menschen dachten, für Petrus war es klar: Du bist der Christus, der Retter, der König, für ihn wollte er leben (Lk 9,18-25).

Genau dies bedeutet Jesus auch uns. Auch wir wollen für ihn leben.

Hier kannst du noch mehr über Jesus erfahren.